Muttertag

Ich stelle mir vor, dass unsere Gesellschaft weniger auf möglichst gut bezahlte Erwerbsarbeit fixiert wäre. Und dass die Sorgearbeit demgegenüber wirklich hoch geschätzt würde. Pflegeberufe würden super bezahlt und die viele unbezahlte Sorgearbeit, die in Familien geleistet wird, würde wahrgenommen und honoriert.

Denn darauf basiert unser Zusammenleben ganz wesentlich: Auf dem, was wir Menschen tun, ohne dass uns jemand dafür Geld gibt – unter Freunden, in der Nachbarschaft, in der Familie. Wirtschaftliche Effizienz und Produktion ist nicht alles. Amen.

Die Menschen dort waren in der Tat sich selbst überlassen

Die Werkstätten der Reha-Betriebe Erftland standen 2019 öffentlich in der Kritik: die Staatsanwaltschaft ermittelte wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauchs und wegen Freiheitsberaubung. Wie denkt ein Vertreter der Angehörigen heute über die Situation der Beschäftigten in diesen Werkstätten? Mein Gespräch mit Ralf  Schnackerz, dessen Bruder 2019 in einer der Werkstätten beschäftigt war:

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Silvester 20/21: All dressed up and nowhere to go. 🎉

Heute hier mein allerherzlichstes Dankeschön an Euch! Lasst uns 2021 nutzen und weiter für eine gerechtere, solidarische, inklusive Gesellschaft streiten.

Kommt alle gut rüber – wir sehen uns wieder im neuen Jahr. Bleibt gesund, passt gut auf Euch auf. Happy 2021!

Simone 🎆

Eine neue Form von Druck

Heute hat sich die Produktion zur einzigen Lebensform totalisiert. Die Hysterie der Gesundheit ist letzten Endes die Hysterie der Produktion. Sie zerstört aber die wirkliche Lebendigkeit. (Buyung-Chul Han, Die Austreibung des Anderen)

Ich treffe so gut wie nie Eltern von Kindern mit Behinderung, die sich gut und ausreichend informiert fühlen. Wir fragen uns von einem Amt
zum nächsten und erhalten die wirklich hilfreichen Hinweise gerade nicht von den zuständigen Ämtern, Ärzten und sonstigen Anlaufstellen, sondern in Gesprächen mit anderen Betroffenen.

In einer lesenswerten Studie des Vereines für körper- und mehrfachbehinderte Menschen stieß ich auf folgende Passage über vielerorts fehlendes Informationsmaterial für junge Mütter:  Eine neue Form von Druck weiterlesen

Auftakt

Ich meine es ernst. Ich werde nicht mit Zurückhaltung denken, sprechen oder schreiben. Ich werde dazu beitragen, dass Menschen mit Behinderung sichtbarer werden. Als Mutter eines jungen Mannes mit Behinderung und werde ich hier in unregelmäßigen Abständen von erstaunlichen Menschen erzählen – und von meiner politischen Arbeit rund um das Thema Inklusion.